Aloe Vera Pflanze Inhaltsstoffe

Seit der moderne Mensch die Aloe Vera Pflanze als potentielle Nutzpflanze wieder entdeckt hat, beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit der altertümlichen „Kaiserin der Heilpflanzen“. Zahlreiche Analysemethoden haben ans Licht gebracht, welche Inhaltsstoffe sich hinter der fleischigen Blatthülle der Aloe Vera verbergen. Aktuell interessieren sich Biochemiker, Pharmazeuten und Ernährungsexperten für die Zusammensetzung der außergewöhnlichen Aloe Vera Wirkstoffvielfalt, der die Menschheit auf ihrem Weg durch die Weltgeschichte seit Jahrtausenden in den unterschiedlichsten Darreichungsformen begleitet.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich herausgestellt, dass die wüstenharte Pflanze ihr Überleben mithilfe einer ganzen Reihe außergewöhnlicher Substanzen sichert, die ihre gesundheitsdienliche Anwendung in der Vergangenheit rechtfertigten. Rund 160 verschiedene Stoffe wie z. B. Polysaccharide, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Aminosäuren, die sich für den Menschen immer wieder als Hilfsstoffe empfohlen haben. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie die Anthrachinone, die in ihrer Wirkkraft ein wesentlicher Bestandteil pflanzlicher Abwehrstrategien sind.

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Zu den größten Überraschungen, die die Aloe Vera der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts zu bieten hatte, gehörte zweifellos das Acemannan. Dabei handelt es sich um ein Polysaccharid, das der Mensch bis zur Pubertät sogar selbst bildet.

Acemannan

Dass Mucopolysaccharid Acemannan natürliche „antivirale, antibakterielle und antimykotische Eigenschaften enthält und die potentielle Wirkkraft des Acemannans, das außer in Aloe Vera Blättern auch in Ginseng- und Astragaluswurzeln, im Reishi-Pilz und im Knorpelgewebe von Haien vorkommt, überrascht alle.
Acemannan ist aber nicht das einzige Kohlehydrat, das im Innern der Aloe Vera für eine ausgeglichene Zellbilanz sorgt. Wichtige Energieträger und Strukturbildner wie die Zellulose, die Glukuron- und die Galaktorunsäure oder Einfachzucker wie die Mannose, die Galaktose oder die Xylose garantieren die Komplettversorgung der Pflanzenzelle. Dazu kommen sogenannte Aminozucker wie das Glucosamin, das im menschlichen Organismus im Bindegewebe, im Knorpel und in der Gelenkflüssigkeit vorkommt.

Enzyme

Enzyme sind Biokatalysatoren, die an einem Großteil aller Prozesse, die sich in einer gesunden Zelle abspielen, beteiligt sind. Die Bandbreite ihrer Aktivitäten erstreckt sich von der Vervielfältigung des Erbguts bis zum immungesteuerten Abbau von Krankheitserregern. Im Innern der Aloe Vera gibt es viele Enzyme die der Wissenschaft schon lange als Garanten einer leistungsstarken Zellabwehr und Zellhomöostase bekannt sind. Zum Beispiel Proteasen, Oxidasen, Amylasen und Katalasen. Aber Aloe Vera enthält darüber hinaus auch einige Enzymklassen, die ursprünglich nur mit menschlichen bzw. tierischen Körperfunktionen in Zusammenhang gebracht wurden, so zum Beispiel das „Muskelenzym“ Kreatin-Phosphokinase.

Vitamine und Mineralstoffe

Die Aloe Vera Pflanze, die ihren Stoffwechsel an ihren natürlichen Standorten unter extremen Bedingungen aufrechterhält, verfügt über eine ganze Palette wohl aufeinander abgestimmter Vitalstoffe, deren Wirksamkeit auch im menschlichen Organismus belegt ist. So ist Vitamin A zum Beispiel für den Sehvorgang und für die Entwicklung von Haut und Haaren essentiell. Die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12 sowie die Folsäure und das Niacin dienen der Gesunderhaltung von Kreislauf, Muskeln und Nerven oder spielen im Eiweiß-Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Die Vitamine C und E, die ebenfalls in den Aloe Vera Blättern enthalten sind, dienen tierischen wie pflanzlichen Organismen als Radikalfänger.
Die Mineralstoffe und Spurenelemente der Aloe Vera ergänzen die Wirkkraft der Vitamine, indem sie den Wasser- und Elektrolythaushalt ausgleichen und als Cofaktoren vieler Enzyme direkt ins Stoffwechselgeschehen eingreifen. Die wichtigsten Mineralstoffe finden in einer Aloe Vera Zelle in einem besonders effektiven Konzentrationsverhältnis zueinander. Das gilt für die Makroelemente – das sind vor allem Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Eisen – genauso wie für die Mikronährstoffe Mangan, Chrom, Zink und Kupfer.

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Grundbausteine der Proteine. Der menschliche Eiweißstoffwechsel basiert auf 22 verschiedenen Arten, ein Aloe Vera Blatt liefert davon 20, von denen wiederum 9 essentiell – also lebensnotwendig – sind. Alle Enzyme, Gerüstproteine und viele Botenstoffe sind aus Aminosäuren aufgebaut. Eine Pflanze, die wie die Aloe Vera einer Vielzahl von Umwelteinflüssen trotzen muss, ist entsprechend auf ein besonders wirkungsvolles Aminosäuregrundmuster angewiesen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Am meisten bekannt sind die Anthrachinone, die lediglich harmonisch mit anderen sekundären Aloe Vera Stoffen zusammenwirken, zum Beispiel mit Ligninen, Saponinen und etherischen Ölen, die als Nahrungsergänzung gemeinsam das Wohlbefinden fördern können. Im Blattgel verschiedener Aloe-Arten findet sich außerdem Salicylsäure, wie wir sie aus der Weidenrinde kennen.
Phytosterine wie das Campesterol oder das Beta-Sitosterol und Triterpene wie das Lupeol komplettieren den bunten Reigen der spezifischen sekundären Pflanzenstoffe, der aus einer hochwertigen Aloe Vera Zubereitung eine einzigartige Naturstoffkombination macht.

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